Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Forschungsprojekte, die dabei helfen, die nationale Wasserstoffstrategie umzusetzen. Bis zum 30. April 2021 können Projektskizzen eingereicht werden.

Der Industrie- und Energiesektor sollen CO2-neutral und klimafreundlich werden. Ein großes Potenzial zeigt dabei grüner Wasserstoff, der bisherige fossile Energieträger ablösen kann. Grünen Wasserstoff zu erzeugen und zu nutzen, ist aktuell jedoch noch mit hohen Kosten verbunden und damit unwirtschaftlich. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will den Weg zu einem flächendeckenden Einsatz von grünem Wasserstoff mit geeigneten Förderprogrammen unterstützen.

Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie vom 10. Juni 2020 sollen Forschungsprojekte zur Wasserstofftechnologie ermöglicht werden. Dabei werden alle Bereiche, von Erzeugung über Transport und Speicherung bis hin zu Nutzung und Weiterverwendung, angesprochen. Im aktuell gestarteten Förderaufruf „Technologieoffensive Wasserstoff“ fördert das BMWi Verbundvorhaben in diesen Bereichen.

So können sich Forschungsprojekte zum Ziel setzen, Erzeugungstechnologien oder Elektrolyseure für grünen Wasserstoff weiterzuentwickeln und zu erproben. Die Förderung will außerdem helfen, an neuen oder optimierten Speichertechnologien und der Infrastruktur zum Transport zu arbeiten. Ein weiteres Ziel ist es, innerhalb von Verbundprojekten Konzepte zu entwickeln, wie Wasserstoff aus umweltfreundlichen Quellen genutzt werden kann. Dabei stehen insbesondere Industrieprozesse, Strom- und Wärmeerzeugung im Gebäudesektor sowie Mobilität und Verkehr im Fokus.

Das BMWi will mit dem Förderaufruf Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, Hochschulen und außer-universitäre Forschungseinrichtungen sowie weitere Gebietskörperschaften, etwa Vereine oder öffentliche Einrichtungen, erreichen. Insbesondere Start-ups und kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sollen zur Teilnahme motiviert werden.

Bis zum 30. April 2021 können förderfähige Verbundvorhaben ihre Projektskizzen einreichen. Die Koordination zum Förderaufruf übernimmt der Projektträger Jülich. Dieser berät und betreut Förderinteressierte sowohl bei der Vorbereitung und Antragstellung als auch in der Umsetzung ihrer Forschungsprojekte. Nach dem 28. Februar 2021 erfolgt eine erste Auswahl der bis dahin eingegangenen Skizzen.

Weitere Informationen zum Förderaufruf „Technologieoffensive Wasserstoff“ finden Sie auf dem Dachportal des BMWi zur angewandten Energieforschung: energieforschung.de

Forschungsnetzwerk Wasserstoff

Blaue Wasserstoffmoleküle
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Forschungsnetzwerke leisten einen entscheidenden Beitrag zu den Aktivitäten für eine erfolgreiche Energiewende: Im Forschungsnetzwerk Wasserstoff arbeiten ExpertInnen aus Industrie und Forschung zusammen und unterstützen den Transfer von Ergebnissen aus der Wasserstoffforschung in die Praxis. Im Herbst 2020 waren die Mitglieder am Konsultationsprozess zum Förderaufruf „Technologieoffensive Wasserstoff“ beteiligt.

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